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Atemprobleme beim Schlafen

Frage
Liebes Expertenteam,

zunächst vielen Dank, dass es die Möglichkeit gibt, hier Fragen zu stellen.

Ich bin 39, w, habe CF und einen FEV1 von meist um die 67%. Es gibt keine Modulatoren für meine Mutationen.

Trotz des noch ganz guten FEV1 habe ich große Probleme beim Schlafen:

Zum Beispiel ist es so, dass ich mittlerweile nahezu überhaupt nicht mehr auf dem Rücken liegen kann. Je nachdem, wie es mir sonst gerade geht, wechselt es mal, dass ich entweder nicht mal eine Sekunde auf dem Rücken liegen kann ohne sofort das Gefühl zu habe, keine Luft mehr zu kriegen, oder dass ich es 2-3 Minuten aushalten kann, aber währenddessen das Bedürfnis, mich auf den Bauch zu drehen, immer stärker wird, bis ich es schließlich nicht mehr aushalte. Die 2-3 Minuten sind meist möglich, während ich Antibiotika nehme. In Bauchlage kriege ich zwar auch nicht gut, aber deutlich besser Luft. Zwischenzeitlich habe ich das schon so verinnerlicht, dass mir häufig, wenn ich Leute irgendwo in Rückenlage sehe, unwillkürlich durch den Kopf schießt "Oh Gott, wie halten die das aus?!".
Leider habe ich durch das gezwungene Schlafen in Bauchlage ziemliche Nacken-, Schulter- und Rückenschmerzen.

Außerdem hat mir kürzlich jemand gesagt, dass ich beim Einschlafen für einige Sekunden sehr kurzatmig bin (min. 10-15 Atemzüge pro 10 Sekunden), gefolgt von 2-3 normalen Atemzügen und dann wieder 10 Sekunden Kurzatmigkeit immer im Wechsel. Wenn ich morgens aufwache, bin ich ebenfalls extrem kurzatmig und kann nur vorn übergebeugt zur Couch gehen, um dort zu inhalieren. Beim Inhalieren wird es besser.

Auch tagsüber habe ich immer mal wieder Probleme mit Atemnot aus dem Nichts.

Ich habe Salbutamol dafür (hilft wenig bis gar nicht) und Berotec (hilft etwas besser). Allerdings hilft beides fast gar nicht gegen die Kurzatmigkeit beim Einschlafen und überhaupt nicht gegen das Bedürfnis, in Bauchlage schlafen zu müssen.

Leider muss ich sagen, dass meine Ambulanz eigentlich gar nicht auf das Problem der Atemnot eingeht. Ich weiß nicht genau, ob das daran liegt, dass es schlicht nichts dagegen gibt und ich es so hinnehmen muss. Oder ob sie mir das vielleicht nicht richtig glauben, weil ich dort beim Termin (natürlich!) in den Moment nie Atemnot habe und mein FEV1 ja auch noch ganz gut ist.

Daher wollte ich fragen, ob Sie eine Idee für eine Verbesserung der Schlafsituation haben oder ich mich damit Abfinden muss. Ist es möglicherweise ein Anzeichen, dass ich nachts Sauerstoff brauche?

Danke im Voraus & Freundliche Grüße
Antwort
Guten Tag,
die von Ihnen geschilderten Beschwerden könnten von einer Schlafapnoe kommen, entweder obstruktiv oder zentral bedingt.
Daher empfehle ich eine ambulante Polygraphie, um das näher einzugrenzen.
Wenn es nicht klarer wird, wäre ggf. auch ein Besuch im Schlaflabor sinnvoll.
Dann wüsste man auch, wie die Sauerstoffwerte nachts sind.

Viele Grüße

Fischer
11.05.2026
Die Antwort wurde erstellt von: PD Dr. Rainald Fischer