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Haarausfall wegen Leberzirrhose?
- Frage
- Guten Tag,
unser 18jähriger Sohn hat eine CF-bedingte Leberzirrhose und es werden alle 3 Monate die Leberwerte, Vitaminstatus etc. überprüft. Er nimmt Kaftrio und Kalydeco ein. Seit ein paar Wochen erwähnt er immer mal wieder, daß er vermehrten Haarausfall hat. Ich habe nachgelesen, daß dies bei einer Leberzirrhose durchaus der Fall sein kann - allerdings konnte ich nicht herausfinden, ob auch bei regelmäßig kontrollierter Substitution eine Mangelerscheinung dieser Art auftreten kann. In dem Präparat, das er erhält, sind folgende Vitamine und Mineralstoffe enthalten: Die Vitamine A, D3, E, K1, C, B1,B2,Niacin,B6,Biotin,Pantothensäure, Zink,Selen,Coenzym Q10. Unser Sohn ernährt sich sehr abwechslungsreich und gesund, treibt regelmäßig Sport und beschäftigt sich über die Maßen mit seiner Gesundheit.
Wie beurteilen Sie das Thema Haarausfall und gibt es Möglichkeiten, gegenzusteuern? Generell ist dies eine eher untergeordnete Problematik, jedoch fürchte ich, daß das ein 18jähirger nicht so sieht.
Vielen Dank für Ihre Anwort! - Antwort
- Liebe Anfragende,
Sie berichten über neu aufgetretenen Haarausfall bei Ihrem 18-jährigen Sohn, der an Mukoviszidose sowie an einer Leberzirrhose erkrankt ist. Sie geben an, dass Vitamine, Mineralstoffe und Spurenelemente bereits substituiert werden. Ihre Frage ist, welche Maßnahmen den Haarausfall stoppen können und wie sich ein erneutes Auftreten vorbeugen lässt.
Grundsätzlich ist es richtig, dass eine Leberzirrhose Haarausfall begünstigen kann. Die Ursachen sind meist vielfältig und umfassen hormonelle Veränderungen, Nährstoffmängel, Stoffwechselstörungen sowie eine eingeschränkte Entgiftungsfunktion der Leber.
Im Vordergrund steht daher die Behandlung der Grunderkrankung. Ziel ist eine möglichst stabile Leberfunktion sowie das konsequente Vermeiden von Nährstoffdefiziten. Wichtig ist zudem ein strikter Verzicht auf leberschädigende Substanzen, insbesondere Alkohol, sowie in Rücksprache mit den behandelnden Ärztinnen und Ärzten, das Vermeiden nicht unbedingt notwendiger, leberbelastender Medikamente.
Regelmäßige Kontrollen bei der CF-Spezialambulanz und bei einer hepatologischen Fachärztin bzw. einem Facharzt sind entscheidend, um die Therapie optimal anzupassen und ein Fortschreiten der Leberzirrhose zu verhindern.
Auch das Körpergewicht sollte im Blick behalten werden, da unter einer Modulatortherapie eine Gewichtszunahme möglich ist.
Wesentlich ist außerdem die gezielte Überwachung und gegebenenfalls Substitution folgender Nährstoffe: Zink und Selen, fettlösliche Vitamine (A, D, E, K), B-Vitamine, Eisen.
Hierzu empfehlen sich regelmäßige Blutkontrollen sowie eine kontinuierliche ernährungsmedizinische Betreuung.
Unabhängig von der Lebererkrankung sollten auch andere mögliche Ursachen für Haarausfall berücksichtigt werden. Dazu zählen beispielsweise Stress, Schilddrüsenerkrankungen oder hormonelle Veränderungen. Eine entsprechende internistische Abklärung ist daher sinnvoll.
Wir hoffen, dass Ihnen diese Informationen weiterhelfen und Sie bei den nächsten Gesprächen mit den behandelnden Ärztinnen und Ärzten unterstützen.
Mit freundlichen Grüßen
Ihre
Dr. med. Christina Smaczny - 17.06.2026
- Die Antwort wurde erstellt von: Dr. med. Christina Smaczny








